SPD Sulzbach-Rosenberg

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Stadt Sulzbach-Rosenberg

 

Internationaler Frauentag 2019

Arbeitsgemeinschaften

Politisch wie lange nicht und ein Rahmenprogramm der Extraklasse: Der Internationale Frauentag der SPD-Frauen machte seinem guten Ruf mal wieder alle Ehre. Im voll besetzten Capitol wurde an die Einführung des Frauenwahlrechts erinnert. Die Rednerinnen forderten eine weiblichere Politik. Und es gab konkrete Hilfe für Frauen und Mädchen auf den Philippinen.

Vorsitzende Renate Dümmler konnte eine ganze Reihe Mandatsträger begrüßen. Landtagsabgeordnete Margit Wild, eine gebürtige Sulzbach-Rosenbergerin, Kreisvorsitzender Uwe Bergmann, Fraktionsvorsitzender Joachim Bender und viele Stadt- und Kreisräte ließen sich das Programm nicht entgehen.

Heuer wird die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren groß gefeiert. Stellvertretende Vorsitzende Kerstin König gab aber zu bedenken, dass Frauen bis heute in Saudi-Arabien oder im Sultanat Brunei nicht wählen dürften.

Bei der Wählbarkeit von Frauen gebe es noch erhebliche Defizite. König konnte aber auch positive Beispiele nennen. Die Bundesrepublik sei ein Vorbild für viele politisch engagierte Frauen weltweit. Die Kanzlerin werde international geschätzt und gerade in der Flüchtlingskrise habe sie „gehandelt, als alle anderen vorwiegend männlichen Regierungschefs weggesehen haben“. Die SPD habe ebenfalls eine Frau an der Parteispitze. Kritik an der Arbeit des Parteivorstands sei immer berechtigt. „Wie aber prominente Genossen mit einer gewählten Parteivorsitzenden umgehen, ist für die SPD unwürdig und nicht hinnehmbar.“ Es sei erschreckend, dass Kritik an Frauen in Spitzenpositionen meist schnell persönlich werde.

Eine Analyse der letzten Wahlen mache eines deutlich: „Wo Frauen zur Wahl gehen, haben die Rechten keine Chance.“ Denn die AfD habe besonders viele Stimmen bei den Männern geholt. Das sei ein Auftrag an die demokratischen Parteien. „Wir müssen uns noch mehr um die Frauen und ihre Belange kümmern.“ Das gelinge am Besten, „wenn Frauen Frauen politisch vertreten“.

König beglückwünschte Bettina Moser zur Wahl als erste Frau an der Spitze des Ortsvereins. Sie sicherte die volle Unterstützung der SPD-Frauen zu.

Moser blickte auf den jahrzehntelangen Kampf für das Frauenwahlrecht zurück.

Sie erinnerte an Vorstreiterinnen wie Marie Juchacz. „Wir müssen uns bewusst machen, dass wir alle ohne diese starken Frauen kein politisches Mandat hätten.“ Bei den Sozialdemokraten, auch vor Ort, sei Gleichberechtigung schon immer selbstverständlich gewesen. Das beweise die Gründung der AsF 1971. Sie hätte von Beginn an auf die Unterstützung des Ortsvereins zählen können.

Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann forderte als Hauptrednerin des Nachmittags die Frauen zu mehr Solidarität untereinander auf.

Auch sie erinnerte noch einmal an die Meilensteine der Frauenbewegung. Dabei forderte sie, „dass wir uns das bisher Erreichte nicht wieder wegnehmen lassen“. Frauen müssten ihre Rechte schon auch einfordern und dürften sich nicht verdrängen lassen. Der Schlüssel für Erfolg sei Bildung. Hier brauche es noch stärkere Anstrengungen, um Kindern und Jugendliche beste Startmöglichkeiten zu geben. Sie forderte mehr Frauen in politischen Funktionen. „Denn wo Frauen dabei sind, wird sachlicher und lösungsorientierter diskutiert.“ Sie rief dazu auf, die Europawahl am 26. Mai ernst zu nehmen und dafür zu werben. Die demokratischen Parteien müssten zusammenstehen, um die aufkommende Rechte einzudämmen.