Das Frauentag-Team (von links): Kerstin König, Natalia Obinotschni, Emmi Stief, Renate Dümmler und Irma Axt
Sulzbach-Rosenberg. (kök) „Heute für morgen Zeichen setzen“, so lautet das Motto des Internationalen Frauentags in diesem Jahr. Und zum 100jährigen Jubiläum wollen die Frauen mit der Veranstaltung in Sulzbach-Rosenberg ein Ausrufezeichen setzen.
Unter der Schirmherrschaft von 1. Bürgermeister Gerd Geismann laden SPD-Frauen, Kulturhaus Sulzbach-Rosenberg e.V., Frauenkreis Brücke und DGB-Frauen am kommenden Sonntag um 17 Uhr zu einer informativen und unterhaltsamen Veranstaltung ins Rathaus ein. Hauptreferentin ist MdL Christa Naaß, Vorsitzende der SPD-Mittelfranken. Für die musikalische Umrahmung sorgen der Kalinka-Chor, die Kindertanzgruppe „Sonnenschein“ sowie die Städtische Sing- und Musikschule.
In kurzen Vorträgen wollen die Frauen die Geschichte des Frauentags aufzeigen und auf welche Weise er bei uns und unseren europäischen Nachbarn gefeiert wird.
Doch der internationale Frauentag soll natürlich in erster Linie auf die Situation der Frauen heute in Arbeitswelt und Gesellschaft aufmerksam machen, denn noch ist die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise, die tiefe Spuren hinterlassen hat, nicht ausgestanden. Die Spielräume für Unternehmen und die öffentlichen Haushalte werden enger.
Trotzdem muss die Gleichstellung der Geschlechter in Wirtschaft und Verwaltung, in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf der Agenda bleiben. Deshalb wollen die Frauen gerade, aber nicht nur am internationalen Frauentag, ihre Forderungen noch einmal bekräftigen: die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und deren Einbezug in die Sozialversicherung, die Einführung existenzsichernder gesetzlicher Mindestlöhne, das Recht auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr, gesetzliche Regelungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.
In Wirklichkeit sind immer mehr Frauen berufstätig, oft zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Mini-Jobs. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Einkommen der Frauen für die Familien, denn prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit betreffen immer mehr auch Männer.
Am Freitagnachmittag werden die Veranstalterinnen in der Innenstadt Rosen verteilen und so noch einmal auf den Internationalen Frauentag am Sonntag hinweisen.