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Jubilarehrung beim SPD-Ortsverein Sulzbach-Rosenberg als Durchgangsstation zur Bundestagswahl

Kommunalpolitik

Karl Hering, Petra Schilling, Günther Strobel, Gerhard Dehling, i.V.Helene Schwarz Joachim Bender, Franz Kick, Hans Ott

Ein Mikrofon braucht Franz Kick eigentlich nach wie vor nicht, wenn er spricht. Bei seiner Ehrung für 65 Jahre in der SPD stellt er dem Ortsverein eine Aufgabe. Die Vorsitzende Bettina Moser freute sich zu Beginn der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins im Capitol, dass die Sozialdemokraten derzeit im Bundeswahlkampf einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichneten. Als Juniorpartner in der Großen Koalition habe die SPD eine bemerkenswerte Arbeit geleistet, sagte der stellvertretende Vorsitzende Noah Pawlica.

Das Stichwort "SPD im Aufwind" griff auch der Hauptredner Johannes Foitzik auf, der im Bundestagswahlkreis Amberg-Sulzbach-Neumarkt als Direktkandidat antritt. Er warnte aber davor zu glauben, dass Trends auch Wahlergebnisse widerspiegeln.

"Die Gesellschaft wird immer egozentrischer und wer sich engagiert, der wird abwertend als Gutmensch bezeichnet."

Bei komplexen Themen wie zum Beispiel beim Klimawandel müsse man die Wechselwirkungen aufzeigen, zum Beispiel bei Verzicht und den daraus resultierenden Veränderungen. Polemik sei falsch am Platz. Auch zum Fachkräftemangel und fehlenden Lehrlingen in Handwerksberufen nahm Foitzik Stellung. Abhilfe sah er in einer zeitgemäßen Darstellung der Berufsbilder. "Wir haben im Moment geburtenstarke Jahrgänge. Der Trend zu Abi und Studium ist bislang ungebrochen. Wir dürfen nicht nur akademische Ausbildungen fordern, zum Beispiel für Sozialberufe!"

Für Unterstützung der Kommunen einsetzen

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Michael Göth den langjährigen Mitgliedern für ihre Treue und ihr Engagement, auch in Zeiten der Pandemie. Gleichzeitig richtete er die Bitte an den Bundestagskandidaten, sich für eine weitere Unterstützung der Kommunen einzusetzen.

"Wir wollen die kommunalen Aufgaben in gewohnter Weise erledigen. Dafür müssen uns aber auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden", mahnte Göth.

Mit einem Rückblick auf das politische und gesellschaftliche Geschehen im jeweiligen Eintrittsjahr ging es zu den Ehrungen der Jubilare für 25, 40, 50, 60 und sogar 65 Jahre Mitgliedschaft über.

Die Liste führte Franz Kick an. Der engagierte Gewerkschafter war nicht nur Vorsitzender des Betriebsrats und Gesamtbetriebsrats der Maxhütte, sondern leitete von 1989 bis 2002 auch den SPD-Ortsverein und war zudem Stadt- und Kreisrat sowie Dritter Bürgermeister. Mit einer glühenden Rede, die auch ohne Mikrofon jeder verstanden hätte, läutete er den Abschluss der Veranstaltung ein. "Mich schmerzt der Rückgang der Mitgliedszahlen", sagte er, der seit 1956 dem SPD-Ortsverein angehört. "Betrachtet man den Rückgang von ehemals über 1000 Mitgliedern auf derzeit 192, muss eine unserer Hauptaufgaben die Werbung neuer Mitglieder sein!"