
Der Einsatz für Frauenrechte war der rote Faden beim Internationalen Frauentag im Capitol. Mit einer emotionalen Rede begeisterte Maria Noichl als Bundesvorsitzende der SPD-Frauen das Publikum. Auch der Weltfrieden war ihr ein Anliegen.
09.11.2026, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in der Synagoge
Kommunalpolitik

Der Einsatz für Frauenrechte war der rote Faden beim Internationalen Frauentag im Capitol. Mit einer emotionalen Rede begeisterte Maria Noichl als Bundesvorsitzende der SPD-Frauen das Publikum. Auch der Weltfrieden war ihr ein Anliegen.
Mit einem opulenten Kuchenbuffet eröffnete die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) ihren Nachmittag zum Internationalen Frauentag im Capitol. Gleichzeitig wurden damit Spenden für die Initiative Meine in Sulzbach-Rosenberg gesammelt. Monika Kick vom AsF-Vorstand freute sich über die zahlreichen Teilnehmer und das Interesse von Gästen anderer Parteien oder aus Stadt- und Kreistagsfraktionen.
„Wir dürfen nicht aufhören, die Gleichstellung der Frauen in allen Lebensbereichen zu fordern!“ Mit diesem Kernsatz übergab sie das Wort an Dritte Bürgermeisterin Hildegard Geismann. Nachdem sie mit sehr emotionaler Stimme die Grüße des scheidenden Bürgermeisters Michael Göth übermittelt hatte, zeichnete sie ein durchaus positives Bild, welche Fortschritte die Gleichstellung seit der Einführung der Frauenquote im Jahre 2016 in Wirtschaft und Politik gemacht hat.
Geismann nannte drei Frauen, die heute Schlüsselpositionen innehaben und ihr als Vorbild dienen: Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall mit 2,14 Millionen Mitgliedern, Verena Bentele, Präsidentin des VdK mit 2,7 Millionen Mitgliedern und Professorin Claudia Kemfert, Wissenschaftlerin für Energie- und Klima-Ökonomie. Geismann schwenkte dann zur kommunalen Ebene und begrüßte den steigenden Anteil der Frauen bei der Verwaltung der Stadt, wünschte sich aber auch eine Bürgermeisterin bei der nächsten Kommunalwahl. Hits der Vergangenheit waren die musikalische Basis für den Tanz der Ü-30-Garde der Faschingsgesellschaft Knappnesia.
Gut gelaunt und selbstbewusst betrat anschließend Maria Noichl, Mitglied des Europaparlaments seit 2014 und Bundesvorsitzende der SPD-Frauen, die Bühne.
Emotional und mit viel Überzeugungskraft in ihrer Stimme gab sie gleich zu Beginn ihrer Rede ein klares und einfaches Statement ab: „Gleichstellung ist eine Positionierung der Gesellschaft!“ Noichl schwor die Gäste auf die kommende Europawahl Anfang Juni ein: „Frauenpolitik in Europa, das haben wir selbst in der Hand!“
Sie zeigte die fünf Säulen der Gleichstellung auf und machte deren Bedeutung teils mit einfachen Vergleichen deutlich. Sie sagte zum Thema Partizipation: „Es kann nicht sein, dass im Rathaus viele Putzfrauen arbeiten aber keine einzige Frau im Stadtrat sitzt!“ Noichl, die Mutter von zwei Söhnen, hatte für solche Gegebenheiten auch einen Lösungsvorschlag: „Es ist nicht der Job der SPD-Frauen, entsprechende Kandidatinnen zu suchen, sondern ist es die Aufgabe der gesamten SPD, ja der ganzen Gesellschaft.“
Als Noichl sich dem Thema Frieden widmete, wurde es still im Saal, als sie mit nachdenklicher Stimme ein Szenario herauf beschwor: „Wenn wir den Frieden in Europa aufgeben, verlieren wir auch alle Frauenrechte.“
Die Rosenheimerin begrüßte in diesem Zusammenhang die Statements der Kirchen, dass die AfD für Christen nicht wählbar sei und mahnte gleichzeitig den Standpunkt der Bundespolitik an, dass Vereine keine klaren Statements abgeben könnten, weil sie dadurch zum Beispiel Gefahr laufen, die Gemeinnützigkeit zu verlieren.
Maria Noichl, ein politischer Wirbelwind mit klaren und eindeutigen Standpunkten, wurde mit sehr viel Applaus belohnt.
Mit dem Showtanz der FG Knappnesia endete der offizielle Teil der Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag.
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