SPD Sulzbach-Rosenberg

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Stadt Sulzbach-Rosenberg

 

1863 bis 1918

1863 – 1906: Einem Aufruf von Ferdinand Lassalle (1825-1864) folgten am 23. Mai 1863 12 Männer aus 12 Orten und riefen in Leipzig den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" (ADAV) ins Leben. Vom 7. bis 9. August 1869 wurde in Eisenach die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei“ (SADP) von August Bebel und Wilhelm Liebknecht gegründet.

Die SPD heutiger Prägung entstand durch die Vereinigung dieses SADP mit dem ADAV auf dem Gothaer Einigungsparteitag vom 23. bis 27. Mai 1875. Hier wurde die Gründung der neuen Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands vollzogen.

Auch in der Oberpfalz ist die SPD die mit Abstand älteste Partei! Sozialdemokratische Aktivitäten gab es schon in der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert, obwohl die Oberpfalz nicht zu den industriellen Ballungszentren Bayerns zählte. Deutschlandweit gab es flächendeckend keine Parteiorganisation. Erste Ortsvereine in größeren Städten wirkten politisch nicht nur vor Ort, sondern für ihre ganze Region.

25 Männer, Frauen durften sich damals nicht parteipolitisch betätigen, gründeten am 17. Oktober 1869 den „Sozialdemokratischen Arbeiterverein Regensburg“, den ältesten SPD-Ortsverein in der Oberpfalz. Er zählte wenige Tage später bereits über 70 Mitglieder.

Im Mai 1870 wurde versucht, im Regensburger Arbeitervorort Reinhausen einen weiteren Ortsverein zu gründen. Aber erst im März 1873 gelang eine selbständige „Mitgliedschaft“ in der „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei“. Er ist damit faktisch der zweitälteste SPD-Ortsverein in der Oberpfalz und heute einer der 13 Ortsvereine des SPD-Stadtverbandes Regensburg. Im gleichen Jahr 1873 entstand auch in Amberg ein Ortsverein, Weiden folgte 1895 und Schwandorf 1906.

Im Oktober 1878 beschloss der Reichstag das „Gesetz gegen die gemeingefährliche Bestrebungen der Sozialdemokratie“. Es folgen 12 Jahre der Verfolgung, Verhaftungen, Verurteilungen und des Exils. Am 1. Oktober 1890 trat das Bismarck`sche Sozialistengesetz außer Kraft.

Im Dezember 1890 wurde in Nürnberg der „Sozialdemokratische Agitationsverein für Franken und Oberpfalz“ gegründet, dem alle regionalen Parteiorganisationen in Nordbayern nachgeordnet wurden. Für Südbayern wurde ein entsprechender „Gau“ mit Sitz in München geschaffen. Am 26. Juni 1892 wurde im Regensburger Vorort Reinhausen der SPD - Landesverband ins Leben gerufen. 1894 wurde der Aufbau einer landesweiten Parteiorganisation beschlossen. Soweit es keine Ortsvereine gab oder welche neu gegründet werden konnten, vertraten Vertrauensmänner vor Ort die örtlichen Parteimitglieder. So erschienen zu einer Vertrauensmännerkonferenz im April 1895 auf Reichstagswahlebene Vertreter aus 15 Orten. Das im Jahr 1905 verabschiedete Organisationsstatut bestimmte als Regelfall des örtlichen Parteiorganisationen den Sozialistischen Ortsverein auf der Basis des Reichstagswahlkreises (regional vergleichbar mit den heutigen Unterbezirken).

Zum Jahresende 1906 existierten in der Oberpfalz fünf Reichstagswahlkreise, in denen dem Parteistatut entsprechende „Ortsvereine" mit Sektionen bestanden:

  • Ortsverein Regensburg mit seinen Sektionen (Großberg, Leonberg, Münchshofen, Pirkensee, Regensburg Stadt, Reinhausen, Schwandorf)
  • Ortsverein Amberg (Amberg Stadt, Sulzbach)
  • Ortsverein Neumarkt (Berching, Neumarkt)
  • Ortsverein Neunburg vorm Wald (kam 1907 dazu) (Neunburg - ab 1907, Fischbach - ab 1907)
  • Ortsverein Weiden/Neustadt an der Waldnaab (Floß, Mitterteich, Tirschenreuth, Vohenstrauß, Weiden)

Um die Parteigliederung der bayerischen SPD effektiver zu machen, war ein Zusammenschluss auf Ebene der regionalen Bezirke nötig! Der heutige SPD-Bezirksverband Oberpfalz kann deshalb den 9. September 1906 als seinen Geburtstag ansehen – erstmals trafen sich an diesem Tag Vertreter der Oberpfälzer Ortsvereine offiziell zu einer ersten „Oberpfälzischen Sozialdemokratischen Parteikonferenz" in Schwandorf.

1907 – 1918:

Es gab also bereits 1906, 12 Jahre vor der offiziellen Gründung des SPD- Ortsvereins Sulzbach-Rosenberg, eine sozialdemokratische Wahlvereinigung des Wahlkreises Amberg, bei der die Sektion Sulzbach mit 50 Mitgliedern, darunter 4 Frauen vertreten war.

Belegt wird dies durch das Parteibuch von Max Wurm, der bereits als 17- jähriger der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Sulzbach beitrat und zwar am 1. März 1907.

Das Bild zeigt ihn als etwa 50- jährigen.

1918 - 1933