SPD Sulzbach-Rosenberg

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Stadt Sulzbach-Rosenberg

 

1945 - 1957

Ende 1945 wurde auf örtlichen Ebenen die ersten Parteien zugelassen und Anfang 1946 fanden die ersten Gemeindewahlen satt. Zu der Zeit war Johann Häusler Bürgermeister, der von der US-Militärregierung im April 1945 eingesetzt wurde. Bestimmungen der Amerikaner sahen vor, alle Nationalsozialisten, die sich aktiv in der Partei betätigen und vor 1935, später vor dem 1. Mai 1937 in diese eintraten, aus allen wichtigen Ämtern und wichtigen Stellungen in Betreiben zu entfernen. Dadurch konnte aber keine richtige Verwaltung aufgebaut werden. So erhielten am 18. Dezember 1945 in Sulzbach - Rosenberg die SPD, KPD, und die ADU (Antifaschistische - Demokratische Union, später FDP) ihre Lizenz, die CSU am 3. Januar 1946. Der Antrag des Georg Hirschmann zur Gründung des „Deutschen Block“ wurde am 13. Juli 1948 genehmigt und am 18. November 1948 die BP. Noch 1945 wandten sich die SPD, unterzeichnet von Johann Zintel (Eisendreher, Hochofenarbeiter) und KPD, unterzeichnet von Johann Übler, an die antifaschistische Bevölkerung der Stadt und warben gemeinsam für Ihre Partei. Im 1. Quartal 1945 hatten die Dekane beider Konfessionen sowie Bürgermeister Häusler zu einer Versammlung eingeladen, um eine christliche Wählergemeinschaft (später CSU) zu gründen. Hans Müller, Ober-Ingenieur aus Rosenberg wurde Vorsitzender. Ihm folgte später Dr. Hanns Schmitt. Nach dessen Rücktritt 1948 kam die Ara Karl Wittmann. Bei der Stadtratswahl am 27. Januar 1946, der ersten Nachkriegswahl, erhielt in der Stadt Sulzbach-Rosenberg die SPD 27,21% (1439 Stimmen) und damit 5 Sitze (Prechtl Georg, Brunner Paul, Rößler Wilhelm, Schoberl Josef, Kuhn Fritz), CSU: 12 ( 58,98%), ADU: 1, KPD: 1. ( Geismann Johann) Bis zur Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters wurde das älteste Stadtratsmitglied, Johann Häusler, ernannt. Am 16. Juli 1946 wählte der Stadtrat den Diplomkaufmann Herbert Seyschab aus Nürnberg als Bürgermeister. Der Stadtrat bildete Ausschüsse, um die eigenen Sitzungen zu entlasten. Weiter gab es für Rosenberg einen eigenen Ortsvorsteher, Wilhelm Rößler. Die Sulzbach- Rosenberger SPD gab Ihren Beitritt zur „Sozialdemokratischen Partei“ Bayerns am 25. Mai 1946 bekannt. Die Kreis-KPD schloss sich dem Landesbezirk am 3.April 1946 an. Beide Linksparteien gehörten zu den starken politischen Kräften des Kreises. Die SPD - Kreisvorsitzenden, ab 10. Februar 1946 Paul Brunner, ab 14. September 1947 Alwin Müller, verzeichneten einen kontinuierlichen Anstieg der Mitglieder von 45 im Januar 1946, 67 im Mai 1946 über 105 Ende 1946 und 160 im Januar 1947 auf 206 im März 1947. Mitte 1947 waren es sogar 335 Mitglieder. Ende 1947 fielen sie auf 307 und Mitte 1948 stiegen sie wieder auf 500. Am 15. Juni 1946 wurde die Geschäftsstelle der Spruchkammer in einem Raum des Waisenhauses im Schloss eröffnet. Als Erster Öffentliche Kläger wird Johann Flierl genannt und erster Vorsitzender der Oberlehrer Richard Bauer. Termine und Personen über die verhandelt wurde, gab man ab Ende September 1946 im örtlichen Amtsblatt bekannt Ab 1947 wurde die SPD - Organisation durch Bildung von Ortsgruppen erweitert:
  • Ortsgruppe Rosenberg (Febr. 1947)
  • Ortsgruppe Sulzbach (Sept. 1947),
die für die ganze Stadt Sulzbach- Rosenberg zuständig war, deren Vorsitz im Dez. 1947 der Vorsitzende der SPD „Sektion Rosenberg“ Walter Georg Prechtl war. Stellvertreter der Ortsgruppenvorsitzende von Sulzbach Paul Brunner. Die Rosenberger wollten ihre Eigenständigkeit bewahren, da aber die Gründung eines eigenständigen Ortsverbandes für einen Ortsteil einer Gemeinde satzungsrechtlich nicht statthaft war, wurde die bisherige Ortsgruppe Rosenberg ab Dezember 1947 als „Sektion“ des Ortsverbandes bestätigt. Sie wählten einen eigenen Vorstand, der an die Buchführung des Ortsverbandes gebunden war. Die Kandidatenlisten der SPD und CSU der Stadtratswahlen von 1946,1948 und 1952 zeigten das Bestreben, die Rosenberger nicht zu benachteiligen, die vorderen Listenplätze nicht mit Kandidaten, eines Stadtteils zu besetzen. Am 31. Dezember 1947 waren folgende Vorstände der Kreisverbände im Amt: Kreisvorsitzender der SPD, der spätere Landrat, Alwin Müller aus Högen, Sekretär Viktor Hudek und Schatzmeister Joseph Schoberl. Im März 1948 kam die Gruppe der „Jungsozialisten“ dazu. Anlässlich der Stadtratswahl am 25. April 1948 traten die „Junge Parteilose Wählergruppe“ und „Wählergruppe Flüchtlinge“ bzw. „Union der Ausgewiesenen“ auf. Bei dieser Stadtratswahl erhielt die SPD (36,61%) die meisten Stimmen mit folgender Sitzverteilung: SPD: 8 (Max Trebst, Paul Brunner, Wilhelm Rößler, Viktor Hudek, Dötzer Ludwig, Schoberl Josef, Brukhues Friedrich, Prechtl Georg),und die CSU (30,49%): 7, FDP: 2, KPD: 1, Parteilose: 1, Union der Ausgewiesenen: 1. Am 28. Mai 1948 fand die Wahl der Bürgermeister durch den Stadtrat statt. Nach mehreren Vorschlägen, einen geeigneten Bürgermeister zu finden, entschied das Los zu Gunsten Konrad Paulus (FDP) als hauptamtlichen 1. Bürgermeister. Ehrenamtlicher 2. Bürgermeister wurde Viktor Hudek (SPD). Bei den Kreistagswahlen am 25. April 1948 hatte die CSU (37.45%) und die SPD (33,16%) zusammen wieder die Mehrheit. Der Kreistag wählte am 2. Juni 1948 den SPD - Mann Alwin Müller zum Landrat und Karl Wittmann (CSU) zum Stellvertreter, was den Kreisvorsitzenden Dr. Hanns Schmitt (CSU) am 04. Juni 1948 zum Rücktritt veranlasste. Wenige Wochen nach Amtsantritt trat Müller von der SPD zur CSU über. Am 30. April 1948 wurde die Militärregierung in Sulzbach-Rosenberg als Unteramt dem Bezirk Amberg zugeordnet. Ergebnisse der Landtagswahlen 1950: CSU 27,4%, SPD 28%, FDP 7,1%, BP 17,9%,NPD 8,2% Der Zulauf, vergleichbar dem der SPD, blieb der KPD versagt, doch hielt ihr Niveau in der Industriearbeiterregion Sulzbach- Rosenberg kontinuierlich an. Im Januar 1946 von 65 Mitgliedern auf 77, Mai 1946, Ende 1946 waren es 101, März 1947 105 welches bis 1948 so blieb. Wobei der Militärregierungsbericht vom 4. August 1948 76 Mitglieder aufweist. Neben dem Kreisverband hatte die Partei Ortsgruppen in Sulzbach-Rosenberg unter Leitung von Otto Degli- Eredi, Ziegelhütte bei Neidstein und Königstein gebildet. Johann Georg Übler, vertrat seine Partei im Stadtrat, als einziger KPD - Repräsentant von 1948-1956. Im November 1949 kam er mit der Militärregierung in Konflikt, weil in der KPD Geschäftsstelle verbotene Flugblätter auftauchten, wovon Übler nichts wusste. Was ihn eine Strafe einhandelte, die er in Haft absitzen sollte, da er sie nicht bezahlen konnte. Anfang 1950 versuchte der Sulzbacher Resident - Officer McMahon einen Ausschuss einzurichten, der Bürgerversammlungen vorbereiten und durchführen sollte. Im Juni 1950 entstand dann ein Forum, in dem die Bevölkerung ohne Zwang über Kommunalpolitische Themen diskutierten konnte, allerdings wurde es von der Bevölkerung nicht angenommen.. In der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins am 7. März 1950 wurde der bisherige Ortsvorsitzende Max Trebst in geheimer Wahl mit 52 von 59 Stimmen wieder gewählt. 2. Vorsitzender wurde wieder Georg Herold mit 23 Stimmen. Trebst kritisierte die Interesselosigkeit der Bevölkerung am politischen Geschehen, wies darauf hin das die Stadtratssitzungen wenige Zuhörer aufweisen. 1951 ging der Kreisverband Sulzbach-Rosenberg im neu geschaffenen Unterbezirk Amberg, der auch Neumarkt umfasste, auf. Der SPD - Kreisverband wurde erst 1968 wieder gegründet durch Adolf Steiner. 1972 bildete sich der SPD - Kreisverband Amberg - Sulzbach, der lange seinen Schwerpunkt und Geschäftssitz in Sulzbach - Rosenberg hatte. Er war eine „zweite starke Kraft“ nach der CSU, dank der Sulzbach - Rosenberger und Auerbacher Wählerschaft. Stadtratswahl 30. März 1952: CSU: 6 (26,42%), SPD: 5 (26,16%) (Pilhofer Hans, Mertel Fritz, Rößler Wilhelm, Zintel Ernst, Hudek Viktor), FDP: 3, Wahlblock der Heimatvertriebenen: 3, BP: 1, KPD: 1, FkW: 1. Stadtratswahl 18. März 1956: CSU: 8 (36,04%), SPD: 7 ( 34,08%) (Pilhofer Hans, Mertel Fritz, Rößler Wilhelm, Zintel Ernst, Hudek Viktor, Spieß Georg, Kreiner Johann), Gesamtdeutscher Block: 2, FDP/Unabhängige Liste: 3 1957 - 1987